Heinz Mack. Licht Schatten

Bild: Heinz Mack, Architecture lumière, 1966-68. Aluminium, Edelstahl, Holz, Plexiglas, 205 x 205 x 21 cm. Besitz des Künstlers © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Die Kunstbewegung ZERO erlebt gerade ihre große Wiederentdeckung – und mit ihr die Person und das vielfältige Werk von Heinz Mack als einem ihrer wesentlichen Protagonisten. Die aktuelle Ausstellung im Museum Frieder Burda widmet sich einem besonderen Aspekt seines Schaffens: den Reliefs, die beispielhaft für sein plastisch-bildnerisches Werk stehen, indem sie eines seiner zentralen künstlerischen Anliegen voll zur Wirkung kommen lassen, das Wechselspiel von Licht und Schatten.

Gemeinsam mit Otto Piene gründete Heinz Mack, 1931 im hessischen Lollar geboren, 1957/58 die Gruppe ZERO in Düsseldorf, der sich bald auch Günther Uecker anschloss. Bereits in dieser frühen Zeit begann Mack, sich mit den Themen der Vibration und des Lichts auseinanderzusetzen. Seine frühen Bilder, Dynamische Strukturen genannt, sind bewusst auf eine Skala von Schwarz- und Weißwerten reduziert und aus vertikal oder horizontal gefügten Geraden aufgebaut. Später folgen Lichtreliefs aus gepressten Metallfolien, Plexiglas und Aluminium. Um 1960 entstehen zudem die ersten sogenannten Rotoren. Einzelne Elemente mit Reliefstrukturen werden mittels Motoren bewegt.

Neben dem Licht spielt fortan auch die Bewegung eine Schlüsselrolle in seinem Werk – Mack avanciert zu einem der Hauptvertreter der Kinetischen Kunst wie auch der Lichtkunst. In seinen ungegenständlichen Skulpturen und ganz besonders in den Reliefs findet Heinz Mack zu seiner spezifischen Gestaltung von Licht. Dabei arbeitet er nicht nur mit dem lebendigen Wechselspiel von Beleuchtung und Schatten, sondern auch mithilfe unterschiedlicher, vor allem glänzender Materialien an der Erscheinung von Licht. Durch die plastische Struktur der Oberflächen und die unterschiedliche „Lichthaftigkeit“ der gewählten Materialien wird das einfallende Licht reflektiert, absorbiert und gestreut. So entstehen Strukturen von überzeugender Klarheit und überraschender Lebendigkeit.

Bereits Mitte der 1950er Jahre beginnt Mack mit seinen ersten Experimenten zum Thema Relief, die er seitdem in verschiedenen Materialien und Techniken ausführt. Dabei reichen die Werke vom kleinen, handlichen Format bis zu ausgedehnten Feldern, die er in den Sand der Wüste zeichnet. Heinz Mack gilt damit zugleich auch als einer der Protagonisten der „Land Art“, die sich seit Ende der 1960er Jahre als Reaktion auf die Ausweitung unseres Horizontes durch die Raumfahrt etabliert hat.
Die Ausstellung zeigt Werke aller Schaffensphasen des Künstlers und wurde in enger Zusammenarbeit mit Heinz Mack entwickelt. Kurator: Helmut Friedel.

Quelle: Pressemitteilung

Museum Frieder Burda

Lichtentaler Allee 8b,
76530 Baden-Baden
Telefon: +49 (0)7221 / 3 98 98-0
Mehr Info: http://www.museum-frieder-burda.de

Dauer der Ausstellung:
16.05.2015 - 20.09.2015

Öffnungszeiten:

Für die Aktualität der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Informieren Sie sich ggf. vor Ihrem Besuch auf der Museumswebseite über Öffnungszeiten und Eintrittspreise.


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