VERZAUBERTE ZEIT Cézanne, van Gogh, Bonnard, Manguin

Bild: Félix Vallotton (1865-1925) La Blanche et la Noire (Die Weiße und die Schwarze), Ausschnitt, 1913, Öl auf Leinwand, 114 x 147 cm. Hahnloser/Jaeggli Stiftung, Winterthur Photo: Reto Pedrini, Zürich

Die Ausstellung “Verzauberte Zeit” präsentiert die historische Sammlung des Schweizer Ehepaares Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler, die zwischen 1906 und 1936 in der Villa Flora in Winterthur eine beeindruckende Anzahl an Meisterwerken der Kunst des Postimpressionismus zusammenführen konnten.

Der Schweizer Maler Félix Vallotton (1865-1925) hatte das Ehepaar zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Paris in die Kreise der führenden Künstler eingeführt, wo sie schnell Freundschaft mit Pierre Bonnard, Edouard Vuillard, Henri Manguin und später Henri Matisse schlossen. Dank des intensiven Austauschs mit den Künstlern erlangten sie früh ein tiefes Verständnis für deren künstlerische Ziele und wurden zu leidenschaftlichen und äußerst fachkundigen Sammlern ihrer Werke.

Ausgestattet mit einem untrüglichen Spürsinn gelang es ihnen darüber hinaus, wichtige Spitzenwerke der großen Vorreiter der künstlerischen Moderne zu erwerben, darunter Gemälde von Paul Cézanne, Vincent van Gogh, Auguste Renoir und Edouard Manet. Die Ausstellung zeigt über 200 ausgewählte Werke von 18 Künstlern aus der weltberühmten Sammlung, die nun erstmals in Deutschland zu sehen ist.

Pierre Bonnard  (1867-1947)  Palais de Glace ou Les Patineurs   (Auf der Eislaufbahn oder   Die Schlittschuhläufer) , 1896/98 Öl auf Karton über Holz, 100 x 75 cm  Privatsammlung   © VG Bild-Kunst, Bonn 2015  Photo: Reto Pedrini, Zürich
Pierre Bonnard (1867-1947) Palais de Glace ou Les Patineurs
(Auf der Eislaufbahn oder Die Schlittschuhläufer), 1896/98
Öl auf Karton über Holz, 100 x 75 cm Privatsammlung
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015 Photo: Reto Pedrini, Zürich

Die Postimpressionisten schufen, angeregt von der Kunst des japanischen Holzschnitts, figürliche Werke, die von einer flächigen Raumauffassung, einer außergewöhnlichen Farbintensität und einer neuen Wertschätzung für das Ornamentale gekennzeichnet waren. In ihren Interieurs, Stillleben und Landschaftsbildern waren sie bestrebt, den Moment der Wahrnehmung gleichsam auszudehnen, das Gesehene symbolisch und traumhaft aufzuladen und so in der Darstellung zu verzaubern.

Die Sammlung von Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler zeichnet sich durch die harmonische Geschlossenheit des Ganzen mit ihrem Umfeld in der noch heute existierenden Villa Flora aus. Anhand von Einrichtungsgegenständen, Photos und Originaldokumenten bietet die Ausstellung faszinierende Einblicke in die Villa Flora und lässt diese als einen unvergleichlichen Ort der Kunst, der Künstler und ihrer Sammler wieder erstehen.

Die ausgewählten Werke, darunter 110 Gemälde, stammen aus der Hahnloser/Jaeggli Stiftung, aus bedeutenden Schweizer Museen und von privaten Leihgebern.

Ein eigens für die Ausstellung entstandener Dokumentarfilm (78 Minuten) zur Geschichte des Sammlerpaars und der Villa Flora sowie zwei zeitgenössische Interventionen der Schweizer Künstlerinnen Ursula Palla und Judith Albert ergänzen die Präsentation.

In veränderter Zusammenstellung wird die Ausstellung anschließend im Musée Marmottan Monet in Paris, im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) und in der Staatsgalerie Stuttgart zu sehen sein.

Beteiligte Künstler und Künstlerinnen: Pierre Bonnard, Paul Cézanne, Giovanni Giacometti,Vincent van Gogh, Ferdinand Hodler, Aristide Maillol, Edouard Manet, Henri Manguin, Marino Marini, Albert Marquet, Henri Matisse, Odilon Redon, Auguste Renoir, Auguste Rodin, Georges Rouault, Félix Vallotton, Edouard Vuillard und Friedrich Wield sowie die Gegenwartskünstlerinnen Judith Albert und Ursula Palla.

Quelle: Pressemitteilung

Hamburger Kunsthalle

Glockengießerwall,
D-20095 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 42 81 31-200
Mehr Info: http://www.hamburger-kunsthalle.de

Dauer der Ausstellung:
20.02.2015 - 16.08.2015

Öffnungszeiten:
Di-So 10–18 Uhr, Do 10– 21 Uhr, vor Feiertagen 10–18 Uhr, montags geschlossen

Für die Aktualität der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Informieren Sie sich ggf. vor Ihrem Besuch auf der Museumswebseite über Öffnungszeiten und Eintrittspreise.


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