Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin. Berlin-Tiergarten, Invalidenstr. 50. © Staatliche Museen zu Berlin / Maximilian Meisse

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart Berlin



Foto: Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin. Berlin-Tiergarten, Invalidenstr. 50. © Staatliche Museen zu Berlin / Maximilian Meisse

Vom Bahnhofsgebäude zum Museum für zeitgenössische Kunst

Der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin ist das größte Haus der Nationalgalerie und beherbergt mehrere umfangreiche Sammlungen zeitgenössischer Kunst, die in wechselnden Ausstellungen gezeigt werden.

Der spätklassizistische Hamburger Bahnhof wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Endbahnhof der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin 1846 in Betrieb genommen. Der Kopfbau, ein Entwurf des Architekten und Eisenbahnpioniers Friedrich Neuhaus, ist heute als einziges historisches Berliner Bahnhofsgebäude jener Zeit erhalten.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude 1943 mehrmals schwer beschädigt. Während der deutschen Teilung lag es jahrzehntelang ungenutzt im Niemandsland zwischen West- und Ost-Berlin. Nach dem Fall der Mauer ging der Hamburger Bahnhof 1984 in die Verwaltung des Senats von West-Berlin überging, der ihn anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt teilweise restaurierte. 1987 wurde er mit der Ausstellung „Reise nach Berlin“ erstmals nach über vierzig Jahren wieder museal genutzt. Ein Jahr später übergab der Senat das Gebäude der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, das es als Museum für zeitgenössische Kunst vorsah. Nach einem umfassenden Umbau und der Sanierung durch den Architekten Josef Paul Kleihues wurde der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin am 2. November 1996 eröffnet. Das Gebäude wurde im Zuge dieser letzten Baumaßnahmen durch Kleihues um einen Anbau an der Wasserseite erweitert.

Eine erneute Erweiterung des Museums wurde erforderlich, als 2004 die Friedrich Christian Flick Collection ins Museum kam. Mit der Erweiterung um die hinter dem historischen Gebäude liegenden Rieckhallen wurde die Ausstellungsfläche auf 13.000 Quadratmeter fast verdoppelt. Heute gehört die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof zu den größten und wichtigsten öffentlichen Sammlungen für zeitgenössische Kunst weltweit.

Die Sammlung des Hamburger Bahnhofs – Museum für Gegenwart

Der Hamburger Bahnhof präsentiert Kunst seit 1960 bis heute, in der Malerei, der Objektkunst, der Fotografie und in Video und Film. Zu Werkblöcken von Joseph Beuys, Andy Warhol, Robert Rauschenberg und Cy Twombly. Im Bereich des erweiterten Kunstbegriffs präsentiert er Künstlerräume – etwa von John Cage, Bill Viola, Peter Campus, Hans-Peter Feldmann, Wolf Vostell, Rebecca Horn, Marcel Broodthaers oder Aernout Mik. In der Malerei sind Gerhard Richter, A. R. Penck, Sigmar Polke und Imi Knoebel vertreten.

Ferner sind Konzeptkunst und Arte povera, filmische Werke, u.a. von Rosa Barba Matthew Buckingham, Omar Fast, Davis Lamelas und Melvin Moti und in der Fotografie Arbeiten der sogenannten Becher-Schule: von Bernd und Hilla Becher, Andreas Gursky und Thomas Ruff vertreten.

Zur Präsentation der Sammlungsbestände kommen jährlich mehrere Wechselausstellungen zu zeitgenössischen künstlerischen Positionen hinzu.

Adresse

Invalidenstraße 50/51, 10557 Berlin
Telefon: +49 (0)30 266 42 42 42 (Mo–Fr, 9–16 Uhr) Anfahrt: U-Bahn U55 Hauptbahnhof, U6 Naturkundemuseum S-Bahn S3, S5, S7, S75 Hauptbahnhof Tram M6, M8, M12 Naturkundemuseum Bus 120, 123, 142, 147, 245, M41, M85, TXL Hauptbahnhof

Öffnungszeiten

Dienstag, Mittwoch, Freitag 10–18 Uhr, Donnerstag 10–20 Uhr, Samstag + Sonntag 11–18 Uhr

Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch auf der Webseite des Museums unter http://www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/hamburger-bahnhof/home.html

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