„Ur-Welt-Paar, 1921“ von Paul Klee (1879-1940) - Stiftung Museum Schloss Moyland/ Sammlung van der Grinten/Joseph Beuys Archiv des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Paul Klee trifft Joseph Beuys. Ein Fetzen Gemeinschaft, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2000, ISBN 3-7757-0975-4, S. 57. Lizenziert unter Bild-PD-alt über Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Ur-Welt-Paar,_1921.jpg#/media/File:Ur-Welt-Paar,_1921.jpg

Alfred Flechtheim. Kunsthändler der Avantgarde

Bild: „Ur-Welt-Paar, 1921“ von Paul Klee (1879-1940) – Stiftung Museum Schloss Moyland/ Sammlung van der Grinten/Joseph Beuys Archiv des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Paul Klee trifft Joseph Beuys. Ein Fetzen Gemeinschaft, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2000, ISBN 3-7757-0975-4, S. 57. Lizenziert unter Bild-PD-alt über Wikipedia – https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Ur-Welt-Paar,_1921.jpg#/media/File:Ur-Welt-Paar,_1921.jpg

15 Museen erinnern an den Kunsthändler Alfred Flechtheim mit einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt und einer eigenen Webseite unter AlfredFlechtheim.com.

Der Galerist Alfred Flechtheim (1878–1937) gehörte im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zu den bedeutenden Protagonisten der Kunstszene. Mit großen Engagement setzte er sich für die wichtigen Kunstbewegungen seiner Zeit – den rheinischen Expressionismus, die französische Avantgarde und die deutsche Moderne – ein. Er förderte Max Beckmann, George Grosz und Paul Klee, und viele Werke aus seinen Galerien in Düsseldorf und Berlin haben die Profile großer deutscher und internationaler Museen geprägt. Werke von Ernst Barlach, Max Beckmann, Heinrich Campendonck, Lovis Corinth, Paul Klee, George Grosz, Oskar Kokoschka, Paula Modersohn-Becker, Wilhelm Morgner, Heinrich Nauen, Max Pechstein, René Sintenis, Edgar Degas, André Derain, Juan Gris, Fernand Léger, Aristide Maillol, Henri Matisse, Edvard Munch, Pablo Picasso und Paul Signac fanden durch ihn den Weg in bedeutende Institutionen.

Doch Alfred Flechtheim war bereits in der Weimarer Republik antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt. Unter der Herrschaft des Nationalsozialismus war er im Oktober 1933 gezwungen, Deutschland zu verlassen. Er verlor sein Vermögen und starb 1937 verarmt im Londoner Exil bei einer Notoperation. Seine Frau Betty, in Berlin geblieben, nahm sich 1941, am Vorabend der geplanten Deportation in ein Vernichtungslager, das Leben. Die in ihrem Besitz verbliebenen Galeriebestände und ihre private Kunstsammlung wurde mit ungewissen Verbleib beschlagnahmt.

Das Projekt AlfredFlechtheim.com setzt sich zum Ziel, für 300 Werke Information über den Verbleib die Wege dieser Werke vom Künstler zum Kunsthändler Alfred Flechtheim in die Museen nachzuvollziehen und die Umstände zu erhellen, unter denen die Werke in die jeweiligen Institutionen kamen.

Zur Webseite AlfredFlechtheim.com

Weitere Literatur

FAZ.net: “Umstrittene Datenbank: Der Fall Flechtheim”

Die an dem Projekt beteiligten Museen

  • Kunstmuseum Bonn
  • Kunsthalle Bremen
  • Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund
  • Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf
  • Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
  • Städel Museum, Frankfurt
  • Hamburger Kunsthalle
  • Sprengel Museum Hannover
  • Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
  • Museen der Stadt Köln
  • Museum der bildenden Künste Leipzig
  • Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
  • Museum für Kunst und Kultur, Westfälisches Landesmuseum, Münster
  • Staatsgalerie Stuttgart
  • Museum Rietberg Zürich
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