Mies van der Rohe Preis 2013 – 25 Jahre prämierte Architektur in Europa

Frankfurt/Main. Der mittlerweile seit 25 Jahren verliehene Mies van der Rohe Preis ist der renommierteste Architekturpreis Europas. Alle zwei Jahre zeichnet er hochkarätige Architektur aus und lobt herausragende Beiträge zur modernen Stadtentwicklung. Für den Mies van der Rohe Preis 2013 waren 335 Projekte aus 37 europäischen Ländern nominiert. Zum Preisträger erwählte die internationale Jury das Konzerthaus und Konferenzzentrum Harpa in Reykjavik/Island von Henning Larsen Architects mit Batteríið Architects und Studio Ólafur Elíasson.

Die Harpa Konzerthalle entstand als Teil der Erweiterung und Wiederbelebung des Osthafens von Reykjavik. Die zentralen Gestaltungsmerkmale des Gebäudes sind Licht und Transparenz. An der Grenze zwischen Land und Meer verortet, reflektiert die Glasfassade des skulpturalen Gebäudes das Licht und tritt in einen Dialog mit dem Hafengelände und den Elementen entstehen. In Zusammenarbeit mit dem Studio Ólafur Elíasson entstand eine facettenreiche und außerordentlich expressive Glasfassade, die von den auf Island häufig vorkommenden kristallisierten Basaltformationen inspiriert ist.

Unter den Finalisten fanden sich des Weiteren Arbeiten von BIG Bjarke Ingels Group, Aires Mateus Arquitectos, Marie-José Van Hee architekten und Jürgen Mayer H.

Die „Emerging Architect Special Mention“ ging an die Red Bull Music Academy in Madrid von María Langarita und Víctor Navarro. Das alljährliche Musikfestival der Red Bull Music Academy (RBMA) findet jedes Mal an einem anderen Ort statt. Im Jahr 2011 sollte das Tokio sein, doch aufgrund des verheerenden Erdbebens musste das Festival an einen anderen Ort ausweichen. Trotz nur zweimonatiger Vorbereitungszeit nahm Madrid die Herausforderung an. Neuer Austragungsort für den Event wurde ein als Matadero Madrid bekannter Komplex für Kreative, der sich in einem Lagerhallenensemble aus dem frühen 20. Jahrhundert befindet. Das Projekt wurde im Inneren der Lagerhalle in der Form einer fragmentierten urbanen Struktur angelegt, die den Beteiligten überraschende Kulissen bot.

Die Ausstellung präsentiert den aktuellen Preisträger, die „Emerging Architect Special Mention“, die Finalisten sowie die engere Auswahl von 34 Projekten mit einer Vielzahl von Modellen und Tafeln. Darüber hinaus werden alle Gewinnerprojekte der vergangenen 25 Jahre präsentiert. Darunter befinden sich unter anderem David Chipperfield mit dem Neuen Museum in Berlin (2011), Architekturbüro Snøhetta mit dem Nationalen Opern- und Balletthaus in Oslo, Norwegen (2009), Mansilla + Tuñón Architekten mit dem Museo de Arte Contemporáneo de Castilla y León in Léon, Spanien (2007), Rem Koolhaas und Ellen van Loon mit der Niederländischen Botschaft in Berlin (2005) sowie Zaha Hadid mit der Endhaltestelle Hoenheim Gare der Straßenbahn Straßburg, Frankreich (2003)

Der Preis wird gemeinsam von der Europäischen Kommission und der Stiftung Mies van der Rohe in Barcelona verliehen. Auch die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Fundacío Mies van der Rohe in Barcelona.

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Deutsches Architekturmuseum

Schaumainkai 43
60596 Frankfurt am Main,
www.dam-online.de
Dauer der Ausstellung:
8. Februar bis 20. April 2014

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